Nachdenklichkeit oder Grübeln, weniger ist mehr
https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/psychologie--5-anzeichen--dass-deine-nachdenklichkeit-gesund-ist-13783134.html
Ich denke der Mensch und alles um uns herum ist sinnvoll gestaltet und so hat das Nachdenken sicher eine wichtige und richtige Stellung.
Von dem Wort Denken kann man nicht viel ableiten, aber vom Wort Verstand kommt "Verstehen" und Nachdenken ist ein logischen und mathematisches Vergleichen von alten Situationen bei einem Problem um es zu verstehen und daraus Lösungen abzuleiten.
Nicht umsonst ist es einer der wichtigsten Bereiche in der Psychologie Denkmuster zu hinterfragen und zu verbessern und zu erweitern.
Ich habe mich von ein paar Sprüchen unten animieren lassen über das Nachdenken meine Meinung zu sagen und wie ich es händle:
Mir macht es auch manchmal unendlich Spaß zu grübeln oder das Gegenteil abhängig über was ich nachdenke. Und wenn ich es merke, dass ich nur am Spaß oder Leid hänge und nicht wirklich etwas ergründen will und bohren will, um etwas zu wissen, dann versuche ich bewusst zur Konzentration auf meine Arbeit zurückzukehren, da ich weiss es ist verschwendete Zeit.
Auch muss man sich im Klaren sein, der Mensch hat mehr Angst vor Leid und Schlimmen, als Freude an Schönem und so ist viel Denken ist viel zu negativ besetzt, voller Monster und schlimmen Sachen die man sich vorstellt und Paranoia, was der Realität nicht Stand hält.
Man braucht bloß das Beispiel der ersten Christen und Ihrer schlimmen Verfolgung denken, obwohl sie nichts Schlechtes im Schilde führten.
Oder ich denke wie schlecht ich über Petra Kelly und Gert Bastian oder General Kiessling gedacht habe, oh Schande, da schauderts mich vor mir selbst.
Und es ist meistens so, betrogen und Schlimmes stößt einem da zu, wo man es am wenigsten erwartet.
Deswegen kontrolliere ich meine Gedanken, wenn ich mir zu Negatives von Anderen vorstelle, ob ich nicht etwas spinne und denke mir dann es ist nach der Wahrscheinlichkeit sicher nicht so und lege zu schlechte Gedanken über andere einfach weg und sage es muss nicht so sein und ist wahrscheinlich nicht so und ich sollte mal warten wie es sich entwickelt und nichts annehmen, was ich nicht weiss.
Und oft ist es so, dass die Gedanken immer mit der Zeit zwischen Yin und Yang Polen hin und herpendeln, wie im Kreisverkehr z.B. wie beim bekannten "Sie liebt mich, sie liebt mich nicht" und da werde ich immer skeptisch bei so Yin-Yang bzw These-Antithese Schleifen, an das eine oder andere zu glauben und lenke mich mit Konzentration von den Gedanken wieder ab und glaube nicht Yin und Yang und lasse los und mache den Stoiker, sich nicht zu sehr sich dabei zu freuen und auch nicht zu sehr sich zu grämen.
"Es hat auf Erden jedes Ding zwei Seiten."
Aus China
Aber es gibt auch Yin und Yang Probleme, da macht es Sinn über Vereinigung in der goldenen Mitte nachzudenken und Vermeidung von Polarisierung anzudenken
Es gibt oft Dinge, da bohre ich wie ein scharfer Bohrer, wenn ich etwas wissen will, wie es optimal und richtig geht, bzw was dahinter steckt. Und da komme ich auf neue Ergebnisse und das macht Freude. Das ist was mein Vorbild der alte Fritz sagt:
"Ich bedauere alle Tage meines Lebens, welche ich nicht dem Nachdenken und dem Studium gewidmet habe. Man kann seine Fähigkeiten, richtig zu urteilen, nicht genug vervollkommnen, ebensowenig die durchdringende Schärfe des Verstandes."
Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«
Aber es gibt meines Erachtens emotionale Menschen, die Denken nur dazu einzusetzen, Ihre Emotionen und Wünsche zu begründen und durchzusetzen.
Auch wenn ich merke dass ich immer das Gleiche denke, was ich schon zigmal gedacht habe und wie in einem Hamsterrad und keine neue Erkenntnis oder Idee kommt, breche ich ab zur Konzentration
Aber eines muss ich dem Zenmeister Sosan zugestehen:
Je mehr du darüber sprichst und nachsinnst, desto weiter entfernst du dich von der Wahrheit. Hör auf zu reden und zu denken, dann gibt es nichts, was du nicht wissen kannst.
Sengcan († etwa um 606 n. Chr.), Seng-ts'an, auch Sosan, 3. Patriarch des Zen in China
D.h. wenn wir uns in Meditation der Konzentration schulen, ist es nicht so, dass das Denken aufhört, nur im Bewussten, aber das Unbewusste im Hintergrund denkt weiter und besser, weil das Bewusste es triggert und nicht das Unbewusste das Denken triggert. Also ist es eine Weisheit, lieber konzentriert zu sein und das Denken dem Unbewussten unter Kontrolle des Bewussten machen zu lassen, das ist oft der wirklich optimalste Weg um Lösungen zu finden, wie im Schlaf.
Wenn man sich konzentriert und nicht grübelt, arbeitet das Unbewusste und liefert die Lösungen als Inspirationen, die manchmal bei mir wie ein Schwall kommen, sodass ich mir nicht so viel merken kann und es sofort aufschreiben muss.
Und man wünscht nicht das sein Eigenwillen entscheidet, sondern dass man von seinem Geist durch die passenden Gedanken und Taten zu dem richtigen geleitet wird, ohne dass man es merkt, nur an dem optimalen und oft genialen Resultat merkt man, dass es nicht sein kann, dass man das selber geschafft hat.
Fazit:
Richtiges Bohren ist sinnvoll, aber man muss immer überlegen, wann lohnt sich mein Nachdenken und wann ist es Zeitverschwendung. Und wer darauf aus ist sich von seinem Geist und anderen Geistern sich das Optimale und Richtige zu wünschen, der legt sein Vertrauen darauf, auch durch die positve Erfahrung des Betens und der Achtsamkeit sich lenken zu lassen und nicht selber so viel Hand anzulegen, sondern mehr seinen Geist und den anderer zu unterstützen. Aber das Nachdenken bleibt einem nicht erspart, denn zwischen Geist und Verstand muss sich eine Symbiose herstellen, denn auch der Geist ist nicht allwissend und will auch geschult werden vom eigenen Verstand des Gehirns. Aber der Verstand sollte der Diener des eigenen Geistes sein.
Das ist meine Meinung.
Ein paar weitere Sprüche aus Aphorismen.de
Wenn ich nicht sinnen oder dichten soll,
So ist das Leben mir kein Leben mehr.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung
Quelle: Goethe, Torquato Tasso, 1807. 5. Akt, 2. Szene, Tasso zu Alfons
Versuche, die Gedanken der Besten nachzudenken und den Besten gleich zu empfinden.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung
Quelle: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 26. Februar 1824
Auch in der Tat ist Raum für Überlegung.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung
Quelle: Goethe, Die natürliche Tochter, 1803. 3. Akt, 1. Szene, Sekretär zum Weltgeistlichen
Jeder will lieber glauben als nachdenken, und so wird nie über das Leben nachgedacht.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)
Quelle: Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. I, 1. Übersetzt von Heinrich Schmidt (1922)
Der weise Chi-wen-tse überlegte immer dreimal, bevor er handelte. Als der Meister das hörte, sagte er: Zweimal wäre genug.
Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph
Nachdenken enthält eine unendliche Quelle von Trost und Beruhigung.
Novalis (1772 - 1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, deutscher Lyriker
Etwas Kurz Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten sein.
{{Hinweis von mir: Deswegen liebe ich Sprüche innig und z.B. aphorismen.de)
Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche
Überlegen macht überlegen.
Deutsches Sprichwort
Es gibt Sachen, die man mit der ganzen Anstrengung seines Geistes untersuchen und nachher in der Tiefe desselben aufbewahren soll. Der Kluge denkt über alles nach, wiewohl mit Unterschied: er vertieft sich da, wo er Grund und Widerstand findet, und denkt bisweilen, daß noch mehr da ist, als er denkt: dergestalt reicht sein Nachdenken eben so weit als seine Besorgnis.
Baltasar Gracián y Morales (1601 - 1658), spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller
Quelle: Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [35.]
Bei allzu langem Nachdenken kommt man nicht auf den richtigen Gedanken.
Aus Japan
Die Menschen müssen zu Handlungen getrieben und zum Nachdenken nur veranlaßt werden.
Baruch de Spinoza (1632 - 1677), eigentlich Benedictus d'Espinoza, holländischer Philosoph (Baruch = Schüler des Propheten Jeremias)
Überlegen: Wahrscheinlichkeit auf der Waagschale der Wünsche wiegen.
Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker
Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)
Richtiges Denken ist eine Kunst, die viel Nachdenken voraussetzt.
Unbekannt
Den Finger in die Nase zu stecken heißt noch lange nicht in sich zu gehen.
Unbekannt
Wenn der Mensch vor lauter Fleiß nicht mehr zum Nachdenken kommt, wird's höchste Zeit, daß er faulenzt.
Unbekannt
Wer alles überlegt, führt keinen Anschlag aus.
Aus Schlesien
https://www.aphorismen.de/zitat/113208
https://www.aphorismen.de/zitat/34407
https://www.aphorismen.de/zitat/35547
https://www.aphorismen.de/zitat/40243
https://www.aphorismen.de/zitat/41286
https://www.aphorismen.de/zitat/42657
https://www.aphorismen.de/zitat/47057
https://www.aphorismen.de/zitat/63589
https://www.aphorismen.de/zitat/74207
https://www.aphorismen.de/zitat/99939
https://www.aphorismen.de/zitat/111260
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